Am Samstag, den 2. Mai, war die Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer (Frankreich) Gastgeber der dritten Ausgabe der „Pèlerinage des Motards“, einer Veranstaltung, die die Leidenschaft für zwei Räder mit einem tiefen Gemeinschaftsgefühl und Spiritualität verband.
Vom Verein mit Leidenschaft organisiert Söhne der StraßeDie Pilgerreise begann frühmorgens in „La Pataterie“ in Arles. Nach einem gemeinsamen Frühstück schlängelte sich eine lange Schlange von Motorrädern durch die wilden Landschaften des Naturparks Camargue, bis sie den historischen Place des Gitans mit Blick auf das Meer erreichten.
Die von den Teilnehmern beschriebene Atmosphäre zeichnete sich durch eine „organisatorische Einfachheit“ aus, die Raum für menschliche Wärme und spontanen Austausch zwischen Motorradfahrern aller Herkunft ließ.
Don Emmanuel: ein Pfarrer im Sattel
Der aufregendste und charakteristischste Moment des Tages war zweifellos das Treffen mit Don Emmanuel, dem Pfarrer der örtlichen Basilika. Weit entfernt von Stereotypen ist Don Emmanuel selbst ein Biker, ein „Straßenbruder“, der die Teilnehmer mit überwältigender Freundlichkeit empfing.
Um 11:00 Uhr wurde die Kirche zur besonderen Segnung mit Helmen gefüllt, um die Mittagszeit folgte die „Taufe der Motorräder“ auf dem Platz. Ein Ritual, das selbst die Herzen der Härtesten berühren konnte und beweist, wie die Leidenschaft für Motorräder zu einer universellen Sprache der Brüderlichkeit werden kann.
Musik, Shows und „Cirage des Pneus“
Nach der Feierlichkeit des Morgens und der unvermeidlichen Aperitif-Stunde änderte sich der Nachmittag. Der Place des Gitans wurde in eine Open-Air-Bühne mit Live-Musik und hochkarätigen Shows verwandelt. An adrenalingeladenen Momenten mangelte es nicht, denn der „Concours de Rupture“ (Blinkwettbewerb) und der traditionelle „Cirage des Pneus“ (Burnout) begeisterten die Menge der Zuschauer und Enthusiasten.
Ein italienisches Zeugnis
Unter den Hunderten anwesenden Fahrern mangelte es nicht an piemontesischen Vertretern. Daniele Molina (Moto Club Castellazzo Bormida) und seine Frau Barbara (Moto Club Madonnina dei Centauri) nahmen an der gesamten Veranstaltung teil und überbrachten Grüße aus Italien.
„Es war insgesamt ein wunderschönes Erlebnis“, erklärten Daniele und Barbara. „Der Ort ist bezaubernd und der Empfang von Don Emmanuel und den Sons of Road gibt einem sofort das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. Es ist eine Reise, die wir unbedingt jedem empfehlen, der Motorradfahren in seiner reinsten und authentischsten Essenz erleben möchte.“
Die Veranstaltung endete mit dem Versprechen, sich zur vierten Ausgabe wieder zu treffen, mit der Idee, diese Brücke der Leidenschaft, die für die Madonnina verbindet, am Leben zu erhalten.